Mein dritter Versuch, wenigstens den Beginn einer Chronologie zu fixieren...
Immerhin haben wir es ja inzwischen nicht bei der Theorie belassen, sondern zaghaft, aber konkret, angefangen, etwas zu tun. So haben wir uns zunächst einmal einen aktuellen Mietspiegel für unsere Region bestellt - den gibt es heutzutage schon online (auch die Rechnung). Also bequem bei der Stadtverwaltung bestellt und bereits Stunden später konnten wir mit der Liste die Miete ausrechnen, die für eine Wohnung in dieser Lage und Größe realistisch ist. Von diesem Betrag X zogen wir noch ein kleines Polster ab und hatten somit den finanziellen Handlungsspielraum errechnet, mit dem wir operieren können. ...
Der Finanzberater unseres Vertrauens half uns dabei, unsere Einnahmen und Ausgaben transparent zu machen und wird uns zu gegebener Zeit auch dabei behilflich sein, einen vernünftigen Kredit inklusive der möglichen staatlichen Förderungen zu erhalten.
Unser nächster Weg führte uns zu den Nachbarn, die vor einigen Jahren ein ähnliches Projekt durchgeführt hatten. Sie waren netterweise bereit, uns Einblick in ihre Unterlagen zu gewähren und uns mit Ratschlägen und Tipps zu versorgen. Wir verbrachten dort einen netten Abend zusammen mit unserem Freund und Architekt Martin, der sich unseren Absichten fachlich annehmen wird. Noch am selben Abend gaben wir dann Martin den Auftrag, eine erste Planung für uns durchzuführen.
Am 10.03. war es dann soweit und wir saßen im Architekturbüro vor einem großen Monitor und bewunderten den Erstentwurf einer aufgestockten Wohnung. Wir waren erstaunt über die räumliche Großzügigkeit, von der man sich gar keine Vorstellung machen kann, wenn man ein flaches Satteldach über dem Kopf hat.5 Zimmer auf 133 qm - eine solide Familienwohnung mit einem sehr großen Wohn-Ess-Bereich hatte Martin mit seinen Helfern in eine 3D Präsentation verpackt, so dass wir uns das Ganze von allen Seiten ansehen konnten.
Erinnerungen kommen hoch: An Planwüsten auf Tapeziertischen mitten im zugigen Rohbau. Klamme Finger und rote Nasen von mit Thermoskannenkaffee mühsam auf Betriebstemperatur gehaltenen Bauherren, Architekten, Bauleitern, Handwerkern beugten sich über die über und über mit Zahlen, Strichen und anderen kryptischen Zeichen bedeckten Quadratmeter von Papier. Jedenfalls sah ich das als damals 12jährige so. Es wurde diskutiert, geschimpft, geändert, gelobt, verhandelt, dass die Schwarte krachte. Und ich stand in meinem zugigen Kinderzimmer inmitten von Baudreck und frisch hoch gemauerten Wänden und konnte mir so gar nicht vorstellen, dass DAS mal gemütlich werden sollte.
Zurück zur Gegenwart! Sicherlich saßen auch meine Eltern damals zur Erstplanung im warmen Büro, aber allein schon der Unterschied, dass heutzutage kein Papier mehr auf dem Tisch liegt, sondern eine 3D Fahrt durch das Objekt möglich ist, zeigt mir, auf welch hohem technischen Standard wir mittlerweile angekommen sind.
Nachdem wir bereits kleinere Änderungen an der groben Planung vorgenommen haben, werden diese eingearbeitet und im Laufe der nächsten Woche sollen wir bereits eine 3D Fassung als PDF bekommen, um es zu Hause in Ruhe besprechen zu können. Wenn dann alles soweit ist, dass es Hand und Fuß hat, kann die Kalkulation durchgeführt werden. Damit können wir dann endlich zur Bank (da kommt der Finanzberater wieder in's Spiel) und schauen, ob man uns für unser Vorhaben Geld geben will...!
Natürlich wird auch das bestehende Haus optisch den Neuerungen angepasst. Neben einer neuen Heizungsanlage sind auch eine komplette Außendämmung sowie komplett neue Fenster vorgesehen. Bis dahin ist aber noch ein wenig Zeit und um von Anfang an die Geschichte rund zu machen, hier einmal das Haus, wie es zur Zeit (noch) aussieht:
Außenansichten







Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen