Fragen über Fragen... Im Neubau wird ja nach dem Richten des Dachstuhls gefeiert, d.h. alle Wände stehen, Geschossdecke ist eingezogen und der Dachstuhl aufgesetzt. Aber das Ganze ist (noch) regentauglich, da noch keinerlei "Elektriktrik" eingebaut ist, die durchspratzeln kann, wenn es regnet. Also war bei uns die Prämisse: das Dach muss dicht sein!
Und so wird es bei uns keinen Richtkranz auf dem Firstbalken geben, sondern am Baugerüst - aber ebenfalls weithin sichtbar.
DER Tag ist nun da - und der Regen auch... Am 3. Juni sogar so stark, dass wir vor der Terrassentür Kois hätten einsetzen können:
Wie feiert man ein Richtfest?
Noch so'ne gute Frage. Es gibt da verschiedene Versionen. Wir haben uns für die Folgende entschieden:
- Richtspruch durch den Zimmermann
- Befestigen des Richtbaums
- Bewirtung mit Mett- und Käsebrötchen, Kartoffelsalat, Würstchen, Bier mit und ohne Umdrehungen, Sekt, Wein, Schnappes, alkoholfreie Getränke, Knabbereien.
Eingeladen haben wir Hinz und Kunz, Meier, Müller und Schmitz - will sagen - wir haben die Architekten, alle Handwerker, (fast) alle Nachbarn, alle Verwandten, Freunde, und Arbeitskollegen eingeladen. Hilfeeee..... wenn ALLE kommen, haben wir ein ernstes Problem...
Wir haben also eine Mischkalkulation gemacht, die niemanden ohne Schluck und Bissen gehen lassen muss. Und wenn alle Stricke reißen - es ist Montag und die Läden haben auch spät noch auf.
Dann - am 04.06. mittags - macht sich doch reichlich Nervosität breit - regnet es oder regnet es nicht? Das scheint momentan die alles begleitende Frage zu sein. Das Wetterportal im Internet muss mal wieder herhalten und wir versuchen, mental die Zugrichtung des Tiefs so zu beeinflussen, dass die Gegend rund um Leverkusen ausgespart bleibt, was partiell auch zu gelingen scheint. Und trotzdem trauen wir dem Braten nicht. Ralf besorgt noch schnell einen großen Pavillon und als der aufgebaut im Garten steht, brauchen wir auch keine Radarbeobachtungen mehr um festzustellen, dass das Tief überhaupt nicht daran denkt, seine Zugrichtung zu ändern... Aber noch regnet es nicht!
Von dem Weltuntergang, der prompt folgte, als die meisten Gäste anwesend waren, gibt es keine Bilder - denn das wäre das Ende der Kamera gewesen. Oder ganz einfach: siehe erstes Bild oben...
Es hat uns tatsächlich erwischt, aber auf einige Gäste hat das ohrenbetäubende Getrommel auf der Dachfolie eine magische Wirkung gehabt, anderen wiederum war es der vom Wetter geschickte Trommelwirbel zum Richtspruch... Wie auch immer, es war nass, kalt, windig und - schööööööööööön! Viele liebe Gäste bevölkerten die fensterlose riesige Halle. Niemand ist von der Leiter gefallen und dank einer eigens für diesen Anlass von Herrn Berger noch gebastelten Eingangsstufe konnte man auch bequem in den "Palast der Winde" (Danke, Cordula *g*) gelangen. Außer den Architekten, einigen Handwerkern und vielen Nachbarn waren auch Verwandte, Freunde, Kollegen etc. da, so dass wir insgesamt doch mehr als 40 Gäste begrüßen durften. Wir freuen uns darüber sehr. Und ein besonderer Dank geht hier an unseren Zimmermann, der mit seiner Truppe so fleißig und kompetent gearbeitet hat. Wir sehen uns wieder - wenn die Zeit für die Balkone gekommen ist!
Verhallet sind des Beiles Schläge,
verstummt ist die geschwätzige Säge;
drum preiset laut der Zimmermann
- so gut wie er es eben kann -
den herrlich schönen, stolzen Bau,
der sich erhebt zum Himmelsblau,
der unter unseres Meisters Hand
zu aller Freude hier erstand.
Nun müssen andre noch vollenden
den Bau, mit kunstgeübten Händen,
das Innere sorgsam schmücken aus,
dann wird´s fürwahr ein prächtig´ Haus.





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