Samstag, 28. April 2012

Flammender Abschied!

Inzwischen ist alles ziemlich reibungslos auf den Weg gebracht worden, der Zimmermann hat uns ein nettes Sümmchen aus dem Auftrag gestrichen, weil die Vereinbarung getroffen wurde, von unserer Seite einige Arbeiten selbst durchzuführen... NEIN - keine Angst, Ralf und ich werden in diesem Leben sicher nicht zu Handwerkern mutieren, aber Balken streichen geht zur Not auch mit zwei linken Händen...
Und so eilen Ralf und Manuel fast jeden Samstag nun mit Pinsel und Holzschutz bewaffnet zur Zimmerei, während ich freiwillig Wochenenddienste schiebe, damit ich in der Woche häufiger zu Hause bin, um die Koordinationsarbeiten wie Baubesprechungen, Absprachen mit der Bauleiterin etc. zu übernehmen. Und natürlich ist meine Anwesenheit sehr erleichternd für die vielen Ortstermine.

Einer dieser Ortstermine ist natürlich auch die Demontage des alten 10000 Liter Heizöltanks. Dieser bewohnt einen eigenen Raum im Keller, zu dem es nur eine Einstiegsluke gibt. Der Tank kann weg, denn ab jetzt wird mit Gas und Solarthermie geheizt. Und so rückt an dem denkwürdigen 27.04.2012 die Entsorgungsfirma an und beginnt fröhlich ihr Tagwerk. Es ist der letzte Tag der Woche und nach der Einschätzung der Ausführenden "ein Spaziergang". Ich höre und staune, stelle eine Steckdose zur Verfügung und los geht's:


Die Luke musste zu einer Tür erweitert werden und der Herkules aller Hiltis setzte auch eigene Kräfte recht roh, aber sinnvoll ein... 
Am Ende bot sich dem Betrachter allerdings in der Tat ein ziemlich sauberes Bild. 
Ich bin nicht so sicher, ob meine Anwesenheit mit Fotoapparat die Monteure irritiert hat, auf jeden Fall war die Stimmung gut, fast ausgelassen und ich bekam eine spannende Geschichte nach der anderen aus der Erfahrung der Heizöltank-Höhlenforscher erzählt. 


Natürlich war auch das Schneidbrennen des Tanks selbst gar keine große Sache, wie mir versichert wurde. Und wenn sich unten drin ein kleiner gelber Flammenteppich bildet - auch normal. Aber das nun Folgende war vermutlich nicht mehr so normal, denn es herrschte plötzlich schockiertes Schweigen. Sekunden vergingen bis zum Griff nach dem mitgebrachten Feuerlöscher, weitere Sekunden, um festzustellen, dass der nicht funktionierte und auf mein (noch ruhiges) Anraten unser hauseigener Feuerlöscher zum Einsatz kam. Allerdings sprach ich es nur noch aus, um umgehend die Flucht nach oben zu ergreifen - verfolgt von einer dicken, öligen, schwarzen Rauchspirale, die mir zur Haustür hinaus folgte... 


Einige Nachbarinnen wollten schon die Feuerwehr rufen, aber unser Feuerlöscher - yeaaahhh!! - schaffte es alleine. 
Nun war es vorbei mit meiner Ruhe und mir schlotterten im Nachhinein die Knie ganz gewaltig. 

Die Schäden sind nicht ohne - 
vor allen Dingen klebt überall auf dem Weg nach oben dieser widerliche schwarze Ruß. Aber das ist nun eine Sache für die Versicherungen...  


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